Alter des Pianola

Sie können das Alter meistens anhand der Seriennummer des Klaviers oder Flügels bestimmen. Wenn Sie die Seriennummer bereits gefunden haben, können Sie auf unserer Internetseite www.faszinationklaviere.de das Baujahr des Klaviers erfahren. Zumeist sind zwei Seriennummern zu finden – eine für das akustische Klavier – und eine für den Selbstspielmechanismus – da diese sehr oft aus zwei unterschiedlichen Unternehmen stammen.

Für Studien- und Recherchezwecke haben wir begonnen eine Liste der noch erhaltenen Reproduktionsinstrumente zu veröffentlichen. Informationen dazu und die aktuelle Liste dazu finden Sie hier.

Seriennummer finden

So finden Sie die Seriennummer in Ihrem Pianola

Sie können das Alter meistens anhand der Instrumenten-Nummer überprüfen. Wenn Sie den oberen Deckel aufklappen, befindet sich diese Seriennummern in aller Regel auf der Gussplatte oder an der inneren Gehäuseseite.

Den oberen Frontdeckel können Sie öffnen indem Sie die oberen Deckel aufklappen und dann an der Innenseite jeweils rechts und links die Arretierung lösen durch einfaches drehen der dort angebrachten Hölzchen. Danach können Sie den oberen Frontdeckel nach vorn abnehmen. Bei angebrachten Leuchtern achten Sie darauf dass diese beim abnehmen und aufstellen nicht gegen den Deckel schlagen und Kratzer verursachen.
Den unteren Deckel können Sie abnehmen indem Sie das entweder in der Mittel angebrachte Hölzchen nach oben biegen - oder die jeweils rechts und links befindlichen und drehbaren Hölzchen so stellen dass der Deckel frei nach vorn abnehmbar ist. Bei Transporten von Klavieren diesen unteren Deckel besser abnehmen oder besser sichern, da er gern sonst bei Erschütterungen abfällt und dann Kratzer erhält.
Bei Welte-Mignon Vorsetzer finden sich zwei Seriennummern - eine oben rechts vor dem Windmotor-im Holz eingestanzt.
...und eine Seriennummer auf der Rückseite, meist rechts oben im Holz eingestanzt.
Bei Welte-Mignon Kabinett finden sich ebenfalls zwei Seriennummern, eine auf der Gehäuserückseite meistens oben rechts...
...und die Klavierseriennummer versteckt im Innenraum links unterhalb der Mechanik auf dem Resonanzboden (bei Feurich Akustiken).
Bei Welte Flügel findet sich meistens unterhalb des Spieltisches rechts eine weitere Seriennummer...
Bei Welte Klavieren/Flügel findet sich eine Seriennummer auf der Windlade (Bsp FEU für Feurich, ST für Steinway, etc.) und einer Zahl...
Bei Hupfeld Instrumenten findet man auf einer Metallplakette zwei Seriennummern - eine Piano-Nr. und eine Apparate-Nr..
Bei Hupfeld Phonola Einbauten findet sich die Hupfeld Seriennummer zusätzlich auf dem Obereinbau, meistens auf der Kante beim Windmotor...
Bei Hupfeld-DEA Vorsetzern findet sich eine Seriennummer im unteren Innenraum auf der Windlade.
Bei Hupfeld Phonola Vorsetzern steht die Seriennummer auf der Kante der Pedalstangenhalterung an der Rückseite des Vorsetzers.

Hier einige Beispiele, wo die Seriennummer im Instrument zu finden ist. Manchmal ist die Seriennummer auch nur sehr versteckt zu finden - oder auch im Rahmen früherer Überholungen abgeschliffen worden. Dann kann man das Alter des Klaviers auch über die Seriennummer der Mechanik bestimmen. Ansonsten nur über Bauart oder weitere Details.

Unterlagen der Hersteller zu Ihrem Instrument

Leider haben nur noch sehr wenige Hersteller (z.B. Ibach und Schiedmayer & Söhne) die originalen Herstellungsunterlagen aus den Produktionsstätten. Die meisten Unterlagen sind in den Weltkriegen zerstört worden, so dass zumeist nur noch über die Seriennummer das Baujahr zu ermitteln ist. Bei Ibach können Sie über die Seriennummer eine kostenpflichtige Archivabfrage starten und erhalten ein schönes Zertifikat mit dem genauen Herstellungsdatum, der Modellbezeichnung, dem damaligen Preis sowie dem ersten Besitzer des Instrumentes. Wir haben auch viele Originalkataloge aus der Zeit damals und können daraus einige Details entnehmen.

Original Kataloge und Prospekte der Pianolahersteller

Eine sehr interessante Quelle von Original- und Detailsaussagen können auch die Kataloge und Prospekte der Hersteller aus damaligen Zeiten darstellen. Auch hier einige Beispiele für solche Kataloge, Prospekte, Servicemanuals und Bücher tlw. mit Orginalskizzen und -beschreibungen der Instrumente sowie auch mit den damaligen Preis- und Lieferangaben. Nicht selten kann man auch so herausfinden welche Originalleuchter einmal an welchem Modell vorgesehen waren. Kopien dieser Originalunterlagen bieten wir Ihnen gern an – bitte melden Sie sich dazu bei Bedarf für ein Angebot.